German B2

B2 · Unit 8

Migration & Gesellschaft

Relativsätze (was / wo-) · Konnektoren

🎯 Über Migration, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt differenziert diskutieren und komplexe Bezüge mit Relativsätzen (was/wo-) ausdrücken.

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Wortschatz

Migration & Integration

14 min

Wortschatz rund um Zuwanderung, Ankommen und Integration – sachlich und differenziert.

  • die MigrationmigrationMigration hat es zu allen Zeiten gegeben.
  • die IntegrationintegrationIntegration gelingt am besten über Sprache und Arbeit.
  • die Herkunftorigin, backgroundUnabhängig von der Herkunft sollten alle die gleichen Chancen haben.
  • die VielfaltdiversityDie Vielfalt der Stadt macht sie lebendig.
  • der Zusammenhaltcohesion, solidarityGesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht durch Begegnung.
  • das VorurteilprejudiceVorurteile verschwinden durch persönlichen Kontakt.
  • die AusgrenzungexclusionAusgrenzung führt zu Rückzug und Frust.
  • die Chancengleichheitequal opportunityChancengleichheit ist ein zentrales Ziel.
  • die MehrsprachigkeitmultilingualismMehrsprachigkeit ist ein Gewinn, kein Problem.
  • der Aufenthaltresidence, stayFür den Aufenthalt braucht man eine Genehmigung.
  • einwandernto immigrateSeine Großeltern sind in den 60ern eingewandert.
  • sich integrierento integrate (oneself)Sie hat sich schnell in die neue Gesellschaft integriert.
  • sich anpassento adaptMan muss sich anpassen, ohne die eigene Identität aufzugeben.
  • ausgrenzento excludeNiemand sollte wegen seiner Herkunft ausgegrenzt werden.
  • teilhabento participate, take partAlle sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
  • vielfältigdiverse, variedDie Bevölkerung ist heute vielfältiger denn je.
  • offenopen (society)Eine offene Gesellschaft profitiert vom Austausch.
Übung0/3
  1. 1. Ordnen Sie den Begriff einer Erklärung zu.

    • die Integration
    • das Vorurteil
    • die Vielfalt
    • der Zusammenhalt
  2. 2. Fördert es das Zusammenleben oder erschwert es das Zusammenleben?

    • Vorurteile
    • gemeinsame Sprache lernen
    • gegenseitiger Respekt
    • Ausgrenzung
  3. 3. „Niemand sollte wegen seiner Herkunft benachteiligt werden.“ – Gefordert wird …

Wortschatz

Gesellschaft & Zusammenleben

14 min

Wortschatz für gesellschaftliche Themen: Werte, Rechte und Teilhabe.

  • die GesellschaftsocietyJede Gesellschaft verändert sich ständig.
  • der RespektrespectRespekt ist die Grundlage jedes Miteinanders.
  • die ToleranztoleranceToleranz heißt nicht, alles gutzuheißen.
  • die Gleichberechtigungequal rightsGleichberechtigung muss auch im Alltag gelten.
  • die Benachteiligungdisadvantage, discriminationBenachteiligung beginnt oft unbemerkt.
  • das Zusammenlebenliving together, coexistenceEin friedliches Zusammenleben braucht Regeln.
  • die MinderheitminorityDie Rechte von Minderheiten müssen geschützt werden.
  • die Gerechtigkeitjustice, fairnessSoziale Gerechtigkeit bleibt eine Daueraufgabe.
  • das Engagementcommitment, involvementEhrenamtliches Engagement hält Gemeinschaften zusammen.
  • sich einsetzento stand up (for)Sie setzt sich für Geflüchtete ein.
  • respektierento respectMan kann anderer Meinung sein und sie trotzdem respektieren.
  • benachteiligento disadvantageDas System benachteiligt bestimmte Gruppen.
  • fördernto promote, supportDer Staat fördert die Integration mit Kursen.
  • zusammenwachsento grow togetherNachbarschaften können über Feste zusammenwachsen.
  • gemeinsamshared, jointGemeinsame Ziele verbinden Menschen.
  • gleichberechtigthaving equal rightsAlle Bürger sind gleichberechtigt.
  • friedlichpeacefulEin friedliches Miteinander ist das Ziel.
Übung0/3
  1. 1. Ordnen Sie das Wort einer Erklärung zu.

    • die Toleranz
    • die Minderheit
    • das Engagement
    • die Gerechtigkeit
  2. 2. Positiver oder negativer Begriff fürs Zusammenleben?

    • Benachteiligung
    • Respekt
    • Toleranz
    • Ausgrenzung
  3. 3. Bilden Sie aus dem Verb das passende Substantiv.

    Sie engagiert sich stark für Geflüchtete.

Wortschatz

Über gesellschaftliche Fragen debattieren

14 min

Redemittel, um bei sensiblen Themen sachlich zu bleiben, zu differenzieren und Verallgemeinerungen zu vermeiden.

  • die DebattedebateDie Debatte wurde erstaunlich sachlich geführt.
  • die VerallgemeinerunggeneralizationVorsicht vor pauschalen Verallgemeinerungen.
  • die PerspektiveperspectiveMan sollte auch die andere Perspektive einnehmen.
  • der KompromisscompromiseIn der Politik braucht es Kompromisse.
  • das VerständnisunderstandingGegenseitiges Verständnis baut Spannungen ab.
  • differenzierento differentiateMan muss hier klar differenzieren.
  • verallgemeinernto generalizeMan sollte nicht von Einzelfällen verallgemeinern.
  • nachvollziehento understand, relate toIch kann seine Sorge gut nachvollziehen.
  • abwägento weigh upMan muss Vor- und Nachteile abwägen.
  • relativierento put into perspectiveSolche Zahlen muss man relativieren.
  • beleuchtento examine, shed light onDer Artikel beleuchtet das Thema von mehreren Seiten.
  • sachlichobjective, matter-of-factBleiben wir bitte sachlich.
  • einseitigone-sidedDie Darstellung war leider sehr einseitig.
  • umstrittencontroversialDas Thema bleibt gesellschaftlich umstritten.
  • differenziertnuancedEine differenzierte Sicht hilft mehr als Parolen.
  • berechtigtlegitimate, justifiedBeide Seiten haben berechtigte Anliegen.
Übung0/3
  1. 1. Ordnen Sie das Redemittel einer Absicht zu.

    • „Man muss hier differenzieren.“
    • „Ich kann Ihre Sorge nachvollziehen.“
    • „Betrachten wir auch die andere Perspektive.“
    • „Bleiben wir sachlich.“
  2. 2. „Alle X sind gleich.“ – Diese Aussage ist eine …

  3. 3. Bilden Sie einen sachlichen Diskussionssatz.

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Grammatik

Relativsätze (was / wo-) · Konnektoren

18 min

Relativpronomen „was“ bezieht sich auf einen ganzen Satz oder ein unbestimmtes Wort: *Viele lernen schnell Deutsch, was die Integration erleichtert.* · *Das ist alles, was ich weiß.* (nach *alles, etwas, nichts, das*). „wo(-)“ ersetzt eine Präposition + Relativpronomen, wenn sich der Bezug auf einen Sachverhalt richtet: *Es gab Streit, worüber ich mich geärgert habe.* (= über den) · *Das ist etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.* Konnektoren verknüpfen Argumente logisch: *dennoch* (Gegensatz), *folglich* (Schluss), *indem* (Mittel/Weg), *sofern* (Bedingung). *Integration gelingt, indem man Kontakte knüpft.* · *Sofern alle mitmachen, klappt es.*

Übung0/5
  1. 1. Viele lernen schnell die Sprache, ___ die Integration erleichtert.

  2. 2. Das ist alles, ___ ich zu dem Thema sagen kann.

  3. 3. Verbinden Sie die Sätze mit einem „was“-Relativsatz.

    Sie engagiert sich ehrenamtlich. Das verdient großen Respekt.

  4. 4. Verbinden Sie die Sätze mit „indem“.

    Man fördert Integration. Man schafft Begegnungsorte.

  5. 5. „Es gab eine Diskussion, ___ ich mich sehr geärgert habe.“

Kommunikation

Sachlich über ein Streitthema reden

16 min

Zwei Kollegen sprechen über Integration. Beachten Sie, wie sie differenzieren, Verständnis zeigen und Verallgemeinerungen vermeiden.

Lars: Ich habe den Eindruck, dass Integration oft gar nicht funktioniert.I get the impression that integration often just doesn't work.

Aylin: Da würde ich vorsichtig sein – man sollte nicht verallgemeinern.I'd be careful there – one shouldn't generalize.

Lars: Stimmt, es gibt viele Gegenbeispiele, was ich manchmal übersehe.True, there are many counterexamples, which I sometimes overlook.

Aylin: Genau. Integration gelingt oft dort, wo Menschen sich wirklich begegnen.Exactly. Integration often works where people really meet.

Lars: Das leuchtet mir ein. Sprache und gemeinsame Projekte helfen wohl am meisten.That makes sense to me. Language and joint projects probably help the most.

Aylin: So sehe ich das auch. Es liegt eben an beiden Seiten.That's how I see it too. It's up to both sides.

Gespräch: Sachlich debattieren

Tap to listen.

🎙 Nehmen Sie sachlich zu der Frage Stellung: „Was hilft dem Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft am meisten?“ Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und begründen Sie differenziert.

  • Meiner Ansicht nach hilft vor allem …
  • Man muss allerdings differenzieren: …
  • Das gelingt, indem …
  • Sofern alle Beteiligten …, kann …
Übung0/1
  1. 1. Bringen Sie das Gespräch in die richtige Reihenfolge.

    Tap the tiles below…
Hören

Hören: Was verbindet uns?

15 min

Sie hören eine Meinung aus einer Umfrage zum Zusammenleben im Viertel. Achten Sie auf die Betonung und die kurzen Denkpausen.

Umfrage: Zusammenleben im Viertel

Tap to listen.

Übung0/4
  1. 1. Die Sprecherin empfindet die Vielfalt in ihrem Viertel als Bereicherung.

  2. 2. Laut ihr verschwinden Missverständnisse, wenn man übereinander statt miteinander redet.

  3. 3. Welches Wort wird betont?

    Hören

    Tap to listen.

  4. 4. Steigt oder fällt die Stimme?

    Hören

    Tap to listen.

Lesen

Lesen: Vielfalt als Chance

16 min

Lesen Sie den Kommentar. „Über kaum ein Thema wird so hitzig gestritten wie über Zuwanderung. Dabei geht in der Aufregung oft unter, was Studien seit Langem zeigen: Vielfalt kann eine Gesellschaft wirtschaftlich und kulturell bereichern – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Entscheidend ist nicht, woher jemand kommt, sondern ob er die Chance bekommt, teilzuhaben. Wo Menschen ausgegrenzt werden, entstehen Parallelwelten. Wo sie eingebunden werden, wächst Zusammenhalt. Folglich ist Integration keine Einbahnstraße, sondern eine Aufgabe für alle.“

Übung0/3
  1. 1. Laut Text kann Vielfalt eine Gesellschaft bereichern, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

  2. 2. Was ist laut Text entscheidend?

  3. 3. Verbinden Sie die Sätze mit einem „was“-Relativsatz.

    Vielfalt kann eine Gesellschaft bereichern. Das zeigen viele Studien.

Übung

Üben: Gesellschaft & Zusammenleben

14 min

Wiederholung des Wortschatzes.

Übung0/4
  1. 1. Ordnen Sie Gegensatzpaare zu.

    • Ausgrenzung
    • Vorurteil
    • einseitig
    • Benachteiligung
  2. 2. „Ich kann seine Sorge gut …“

  3. 3. Sachlich oder unsachlich formuliert?

    • Man muss hier differenzieren.
    • Das ist typisch für die!
    • Beide Seiten haben berechtigte Anliegen.
    • Alle sind doch gleich schlecht.
  4. 4. Sie hilft ehrenamtlich, ___ ich sehr bewundere.

Übung

Üben: Verstehen & Differenzieren

14 min

Weiteres Üben.

Übung0/4
  1. 1. Bringen Sie das Gespräch in eine sinnvolle Reihenfolge.

    Tap the tiles below…
  2. 2. Was drückt „indem“ aus?

    Hören

    Tap to listen.

  3. 3. „verallgemeinern“ bedeutet, genau zu unterscheiden.

  4. 4. Welche Aussage ist am differenziertesten?

Übung

Üben: Relativsätze & Konnektoren

15 min

Gezieltes Grammatiktraining.

Übung0/5
  1. 1. Verbinden Sie mit einem „was“-Relativsatz.

    Er hat allen geholfen. Das hat mich beeindruckt.

  2. 2. Das war genau das, ___ ich befürchtet hatte.

  3. 3. Verbinden Sie mit „sofern“.

    Das Zusammenleben klappt. Voraussetzung: Alle halten sich an die Regeln.

  4. 4. Das ist etwas, ___ ich nicht gerechnet hatte. (mit etwas rechnen)

  5. 5. Welcher Konnektor drückt eine logische Schlussfolgerung aus?

Übung

Test & Wiederholung

18 min

Mini-Test zu Einheit 8.

Übung0/5
  1. 1. „Alle Bürger haben die gleichen Rechte.“ – Sie sind …

  2. 2. Verbinden Sie mit „indem“.

    Man baut Vorurteile ab. Man lernt sich persönlich kennen.

  3. 3. Ordnen Sie zu.

    • pauschale Vorurteile
    • gegenseitiger Respekt
    • gemeinsame Projekte
    • Ausgrenzung
  4. 4. Sie spricht drei Sprachen fließend, ___ im Beruf sehr hilft.

  5. 5. Verfassen Sie einen argumentativen Text zur Frage: „Ist gesellschaftliche Vielfalt eher eine Chance oder eine Herausforderung?“ Vermeiden Sie Verallgemeinerungen, nennen Sie Argumente für beide Seiten und ziehen Sie ein differenziertes Fazit.

    • Über Vielfalt wird oft hitzig gestritten.
    • Einerseits kann sie …, was …
    • Andererseits bringt sie …
    • Man sollte jedoch differenzieren, denn …
    • Mein Fazit: …
    0 Wörter / 100Ich habe Verallgemeinerungen vermieden. · Ich habe einen „was“-Relativsatz und mindestens einen Konnektor benutzt. · Ich habe ein differenziertes Fazit gezogen.
Migration & Gesellschaft — German B2 · DeutschPass