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B2 · Unit 8
Migration & Gesellschaft
Über Migration, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt differenziert diskutieren und komplexe Bezüge mit Relativsätzen (was/wo-) ausdrücken.
Relativsätze (was / wo-) · Konnektoren · 11 lessons · about 171 min
- 1. Wortschatz (Vocabulary)Migration & Integration14 min
- 2. Wortschatz (Vocabulary)Gesellschaft & Zusammenleben14 min
- 3. Wortschatz (Vocabulary)Über gesellschaftliche Fragen debattieren14 min
- 4. Grammatik (Grammar)Relativsätze mit was / wo(-)21 min
- 5. Kommunikation (Communication)Sachlich über ein Streitthema reden16 min
- 6. Hören (Listening)Hören: Was verbindet uns?15 min
- 7. Lesen (Reading)Lesen: Vielfalt als Chance16 min
- 8. Übung (Practice)Üben: Gesellschaft & Zusammenleben14 min
- 9. Übung (Practice)Üben: Verstehen & Differenzieren14 min
- 10. Übung (Practice)Üben: Relativsätze & Konnektoren15 min
- 11. Übung (Practice)Test & Wiederholung18 min
Everything in this unit — words, grammar and dialogues
Wortschatz · Migration & Integration
Wortschatz rund um Zuwanderung, Ankommen und Integration – sachlich und differenziert.
- die Migration — das dauerhafte Wandern von Menschen in ein anderes Land (migration)Migration hat es zu allen Zeiten gegeben.
- die Integration — das Hineinwachsen in eine neue Gesellschaft (integration)Integration gelingt am besten über Sprache und Arbeit.
- die Herkunft — der Ort und das Milieu, aus denen jemand stammt (origin, background)Unabhängig von der Herkunft sollten alle die gleichen Chancen haben.
- die Vielfalt — das Nebeneinander vieler verschiedener Menschen und Formen (diversity)Die Vielfalt der Stadt macht sie lebendig.
- der Zusammenhalt — das Gefühl einer Gruppe, zusammenzugehören (cohesion, solidarity)Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht durch Begegnung.
- das Vorurteil — ein festes Urteil, das nicht auf Erfahrung beruht (prejudice)Vorurteile verschwinden durch persönlichen Kontakt.
- die Ausgrenzung — das Fernhalten von Menschen aus einer Gemeinschaft (exclusion)Ausgrenzung führt zu Rückzug und Frust.
- die Chancengleichheit — wenn Herkunft nicht darüber bestimmt, wie weit jemand kommt (equal opportunity)Chancengleichheit ist ein zentrales Ziel.
- die Mehrsprachigkeit — die Fähigkeit, in mehreren Sprachen zu Hause zu sein (multilingualism)Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn, kein Problem.
- der Aufenthalt — das erlaubte Bleiben in einem Land (residence, stay)Für den Aufenthalt braucht man eine Genehmigung.
- einwandern — auf Dauer in ein anderes Land ziehen (to immigrate)Seine Großeltern sind in den 60ern eingewandert.
- sich integrieren — in einer neuen Gesellschaft Fuß fassen und teilhaben (to integrate (oneself))Sie hat sich schnell in die neue Gesellschaft integriert.
- sich anpassen — das eigene Verhalten an neue Verhältnisse angleichen (to adapt)Man muss sich anpassen, ohne die eigene Identität aufzugeben.
- ausgrenzen — jemanden bewusst nicht dazugehören lassen (to exclude)Niemand sollte wegen seiner Herkunft ausgegrenzt werden.
- teilhaben — mitmachen dürfen und mitreden können (to participate, take part)Alle sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
- vielfältig — aus vielen verschiedenen Teilen bestehend (diverse, varied)Die Bevölkerung ist heute vielfältiger denn je.
- offen — bereit, Neues und Fremdes zuzulassen (open (society))Eine offene Gesellschaft profitiert vom Austausch.
Wortschatz · Gesellschaft & Zusammenleben
Wortschatz für gesellschaftliche Themen: Werte, Rechte und Teilhabe.
- die Gesellschaft — alle Menschen eines Landes und die Regeln zwischen ihnen (society)Jede Gesellschaft verändert sich ständig.
- der Respekt — die Anerkennung, die man jedem Menschen schuldet (respect)Respekt ist die Grundlage jedes Miteinanders.
- die Toleranz — das Aushalten von Meinungen, die man selbst nicht teilt (tolerance)Toleranz heißt nicht, alles gutzuheißen.
- die Gleichberechtigung — wenn für alle dieselben Rechte gelten (equal rights)Gleichberechtigung muss auch im Alltag gelten.
- die Benachteiligung — wenn jemand ohne guten Grund schlechter behandelt wird (disadvantage, discrimination)Benachteiligung beginnt oft unbemerkt.
- das Zusammenleben — der Alltag vieler Menschen an einem Ort (living together, coexistence)Ein friedliches Zusammenleben braucht Regeln.
- die Minderheit — eine kleinere Gruppe innerhalb einer größeren (minority)Die Rechte von Minderheiten müssen geschützt werden.
- die Gerechtigkeit — der Zustand, in dem jeder bekommt, was ihm zusteht (justice, fairness)Soziale Gerechtigkeit bleibt eine Daueraufgabe.
- das Engagement — der freiwillige Einsatz für eine Sache (commitment, involvement)Ehrenamtliches Engagement hält Gemeinschaften zusammen.
- sich einsetzen — sich freiwillig für eine Sache starkmachen (to stand up (for))Sie setzt sich für Geflüchtete ein.
- respektieren — jemanden als gleichwertig gelten lassen (to respect)Man kann anderer Meinung sein und sie trotzdem respektieren.
- benachteiligen — jemandem schlechtere Bedingungen zumuten als anderen (to disadvantage)Das System benachteiligt bestimmte Gruppen.
- fördern — mit Mitteln oder Angeboten beim Vorankommen helfen (to promote, support)Der Staat fördert die Integration mit Kursen.
- zusammenwachsen — mit der Zeit zu einer Einheit werden (to grow together)Nachbarschaften können über Feste zusammenwachsen.
- gemeinsam — von mehreren zusammen getragen (shared, joint)Gemeinsame Ziele verbinden Menschen.
- gleichberechtigt — mit denselben Rechten ausgestattet (having equal rights)Alle Bürger sind gleichberechtigt.
- friedlich — ohne Streit und ohne Gewalt (peaceful)Ein friedliches Miteinander ist das Ziel.
Wortschatz · Über gesellschaftliche Fragen debattieren
Redemittel, um bei sensiblen Themen sachlich zu bleiben, zu differenzieren und Verallgemeinerungen zu vermeiden.
- die Debatte — der öffentliche Streit über eine strittige Frage (debate)Die Debatte wurde erstaunlich sachlich geführt.
- die Verallgemeinerung — ein Urteil, das vom Einzelfall auf alle schließt (generalization)Vorsicht vor pauschalen Verallgemeinerungen.
- die Perspektive — der Blickwinkel, aus dem jemand eine Sache sieht (perspective)Man sollte auch die andere Perspektive einnehmen.
- der Kompromiss — eine Lösung, bei der beide Seiten etwas nachgeben (compromise)In der Politik braucht es Kompromisse.
- das Verständnis — die Bereitschaft, die Lage des anderen gelten zu lassen (understanding)Gegenseitiges Verständnis baut Spannungen ab.
- differenzieren — Unterschiede benennen, statt alles in einen Topf zu werfen (to differentiate)Man muss hier klar differenzieren.
- verallgemeinern — vom Einzelfall auf alle schließen (to generalize)Man sollte nicht von Einzelfällen verallgemeinern.
- nachvollziehen — verstehen, wie jemand zu seiner Haltung kommt (to understand, relate to)Ich kann seine Sorge gut nachvollziehen.
- abwägen — Gründe für und gegen etwas gegeneinanderhalten (to weigh up)Man muss Vor- und Nachteile abwägen.
- relativieren — eine Aussage ins richtige Verhältnis rücken (to put into perspective)Solche Zahlen muss man relativieren.
- beleuchten — eine Frage von mehreren Seiten betrachten (to examine, shed light on)Der Artikel beleuchtet das Thema von mehreren Seiten.
- sachlich — bei der Sache bleibend, ohne Gefühlsaufwallung (objective, matter-of-fact)Bleiben wir bitte sachlich.
- einseitig — nur eine von mehreren Seiten zeigend (one-sided)Die Darstellung war leider sehr einseitig.
- umstritten — so, dass Fachleute und Öffentlichkeit uneinig sind (controversial)Das Thema bleibt gesellschaftlich umstritten.
- differenziert — so, dass Unterschiede sichtbar gemacht werden (nuanced)Eine differenzierte Sicht hilft mehr als Parolen.
- berechtigt — mit gutem Grund vorgebracht (legitimate, justified)Beide Seiten haben berechtigte Anliegen.
Grammatik · Relativsätze mit was / wo(-)
Relativsätze kennen Sie aus B1 — die Frau, die dort arbeitet. Die beziehen sich immer auf ein Ding oder eine Person. Hier lernen Sie die Form, mit der man sich auf eine ganze Aussage bezieht: Sie spricht drei Sprachen, was im Beruf sehr hilft. Das ist mehr als eine Variante. In einer Debatte ist es der Satz, mit dem man auf das reagiert, was jemand gesagt hat — und nicht auf die Person, die es gesagt hat.
- einräumen — zugeben, dass am Einwand des anderen etwas stimmt (to concede)Das muss man ihr einräumen.
- pauschal — über alle hinweg geurteilt, ohne Unterschiede zu machen (sweeping, blanket)Pauschale Urteile bringen die Debatte nicht weiter.
- Anliegen — das, was jemandem an einer Sache wirklich wichtig ist (concern, request)Beide Seiten haben berechtigte Anliegen.
Kommunikation · Sachlich über ein Streitthema reden
Zwei Kollegen sprechen über Integration. Beachten Sie, wie sie differenzieren, Verständnis zeigen und Verallgemeinerungen vermeiden.
Lars: Ich habe den Eindruck, dass Integration oft gar nicht funktioniert.I get the impression that integration often just doesn't work.
Aylin: Da würde ich vorsichtig sein – man sollte nicht verallgemeinern.I'd be careful there – one shouldn't generalize.
Lars: Stimmt, es gibt viele Gegenbeispiele, was ich manchmal übersehe.True, there are many counterexamples, which I sometimes overlook.
Aylin: Genau. Integration gelingt oft dort, wo Menschen sich wirklich begegnen.Exactly. Integration often works where people really meet.
Lars: Das leuchtet mir ein. Sprache und gemeinsame Projekte helfen wohl am meisten.That makes sense to me. Language and joint projects probably help the most.
Aylin: So sehe ich das auch. Es liegt eben an beiden Seiten.That's how I see it too. It's up to both sides.
Hören · Hören: Was verbindet uns?
Sie hören eine Meinung aus einer Umfrage zum Zusammenleben im Viertel. Achten Sie auf die Betonung und die kurzen Denkpausen.
Lesen · Lesen: Vielfalt als Chance
Lesen Sie den Kommentar. „Über kaum ein Thema wird so hitzig gestritten wie über Zuwanderung. Dabei geht in der Aufregung oft unter, was Studien seit Langem zeigen: Vielfalt kann eine Gesellschaft wirtschaftlich und kulturell bereichern – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Entscheidend ist nicht, woher jemand kommt, sondern ob er die Chance bekommt, teilzuhaben. Wo Menschen ausgegrenzt werden, entstehen Parallelwelten. Wo sie eingebunden werden, wächst Zusammenhalt. Folglich ist Integration keine Einbahnstraße, sondern eine Aufgabe für alle.“
Übung · Üben: Gesellschaft & Zusammenleben
Wiederholung des Wortschatzes.
Übung · Üben: Verstehen & Differenzieren
Weiteres Üben.
Übung · Üben: Relativsätze & Konnektoren
Gezieltes Grammatiktraining.
Übung · Test & Wiederholung
Mini-Test zu Einheit 8.