C1 · Unit 3
Wirtschaft & Arbeit
Erweiterte Partizipialattribute
🎯 Wirtschaftliche Entwicklungen und Arbeitsmarkttrends analysieren, differenziert bewerten und Chancen gegen Risiken abwägen.
Wortschatz: Wirtschaft & Konjunktur
14 minWer über Wirtschaft spricht, unterscheidet Angebot und Nachfrage, Aufschwung und Rezession. Diese Begriffe bilden das Grundgerüst jeder wirtschaftlichen Argumentation.
- die Konjunktur — economic climate / business cycleDie Konjunktur hat sich im letzten Quartal deutlich abgekühlt.
- das Wachstum — growthEin Wachstum um zwei Prozent gilt als solide.
- die Rezession — recessionZwei negative Quartale gelten als technische Rezession.
- die Inflation — inflationDie hohe Inflation schmälert die Kaufkraft der Löhne.
- die Nachfrage — demandBei sinkender Nachfrage geraten die Preise unter Druck.
- das Angebot — supply / offerEin knappes Angebot treibt die Preise nach oben.
- der Wettbewerb — competitionDer Wettbewerb zwingt die Firmen zu Innovationen.
- der Umsatz — revenue / turnoverDer Umsatz stieg, der Gewinn blieb jedoch gleich.
- der Verbraucher — consumerDie Verbraucher halten sich mit Ausgaben zurück.
- der Aufschwung — upturnAuf den Abschwung folgte ein überraschender Aufschwung.
- ankurbeln — to boost / stimulateDer Staat versucht, die Wirtschaft anzukurbeln.
- schrumpfen — to shrinkDer Markt für Printmedien schrumpft seit Jahren.
- stagnieren — to stagnateDie Reallöhne stagnieren trotz Wachstums.
- sich erholen — to recoverDer Tourismus erholt sich nur langsam.
1. Ordnen Sie jedem Begriff die Erklärung zu.
- die Rezession
- die Inflation
- die Nachfrage
- der Aufschwung
2. Beschreibt das Wort eine positive oder negative Entwicklung?
- Aufschwung
- Rezession
- schrumpfen
- ankurbeln
3. Was geschieht laut Marktlogik bei knappem Angebot und hoher Nachfrage?
Wortschatz: Arbeitswelt
15 minDer Arbeitsmarkt hat sein eigenes Vokabular: Fachkräftemangel, Tarifverhandlung, Beschäftigung. Achten Sie auf feste Kollokationen wie *Arbeitsplätze schaffen* und *Kosten senken*.
- der Arbeitsmarkt — labour marketDer Arbeitsmarkt ist derzeit angespannt.
- die Fachkraft — skilled workerQualifizierte Fachkräfte sind schwer zu finden.
- der Fachkräftemangel — shortage of skilled workersDer Fachkräftemangel bremst das Wachstum.
- die Selbstständigkeit — self-employmentDer Schritt in die Selbstständigkeit will gut überlegt sein.
- die Beschäftigung — employmentDie Beschäftigung im Dienstleistungssektor wächst.
- die Kündigung — dismissal / terminationDie Kündigung muss schriftlich erfolgen.
- die Tarifverhandlung — collective bargainingDie Tarifverhandlungen sind vorerst gescheitert.
- Arbeitsplätze schaffen — to create jobsDie Ansiedlung soll Hunderte Arbeitsplätze schaffen.
- Kosten senken — to cut costsUm Kosten zu senken, wird die Produktion verlagert.
- Gewinn erzielen — to make a profitDas Start-up erzielte erstmals einen Gewinn.
- in Kraft treten — to come into effectDas Gesetz tritt zum Jahreswechsel in Kraft.
- die Wettbewerbsfähigkeit — competitivenessHohe Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit.
- verlagern — to relocate / shiftDer Konzern verlagert die Fertigung ins Ausland.
- rentabel — profitableDer Betrieb ist erst ab einer bestimmten Größe rentabel.
1. Welches Verb passt zur Kollokation?
- Arbeitsplätze …
- Kosten …
- einen Gewinn …
- in Kraft …
2. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Unternehmen die Kosten ___. (Kollokation)
3. Ordnen Sie zu: Chance oder Problem für den Arbeitsmarkt?
- Welle von Kündigungen
- Zuwanderung von Fachkräften
- neue Arbeitsplätze
- Fachkräftemangel
Wortschatz: Entwicklungen bewerten
15 minWirtschaftliche Lagen werden mit präzisen Adjektiven beurteilt: nachhaltig vs. kurzfristig, rückläufig vs. steigend, prekär vs. sicher. Diese Nuancen sind für eine differenzierte Analyse entscheidend.
- nachhaltig — sustainableNur nachhaltiges Wachstum sichert langfristig Wohlstand.
- rückläufig — decliningDie Zahl der Neugründungen ist rückläufig.
- lukrativ — lucrativeDas Geschäft mit Daten ist äußerst lukrativ.
- prekär — precariousImmer mehr Menschen arbeiten in prekären Verhältnissen.
- ausschlaggebend — decisiveAusschlaggebend war letztlich der Preis.
- die Kaufkraft — purchasing powerDie Kaufkraft der Haushalte ist gesunken.
- die Ungleichheit — inequalityDie soziale Ungleichheit nimmt weiter zu.
- der Wohlstand — prosperityDer Wohlstand ist ungleich verteilt.
- die Verschuldung — indebtednessDie staatliche Verschuldung hat einen Höchststand erreicht.
- die Prognose — forecastDie Prognosen wurden nach unten korrigiert.
- die Effizienz — efficiencyDigitalisierung soll die Effizienz steigern.
- einbrechen — to slump / collapseDie Nachfrage brach über Nacht ein.
- abwägen — to weigh upMan muss Nutzen und Risiko sorgfältig abwägen.
- investieren — to investDer Konzern investiert massiv in Automatisierung.
1. Ordnen Sie das Adjektiv seinem Gegenteil zu.
- rückläufig
- prekär
- nachhaltig
- lukrativ
2. Positive oder negative Konnotation im Wirtschaftskontext?
- Effizienz
- Ungleichheit
- Wohlstand
- Verschuldung
3. umgangssprachlich → wirtschaftssprachlich
Die Firma macht richtig gutes Geld.
Grammatik: Erweiterte Partizipialattribute
18 minEin erweitertes Partizipialattribut presst einen ganzen Relativsatz vor das Nomen — typisch für Wirtschafts- und Fachtexte: - Relativsatz: *die Maßnahme, die von der Regierung beschlossen wurde* - Partizipialattribut (Partizip II, passivisch): *die von der Regierung beschlossene Maßnahme* - Partizip I (aktivisch, gleichzeitig): *die stetig steigenden Preise* (= die Preise, die stetig steigen) - „zu“ + Partizip I (Notwendigkeit/Möglichkeit): *die noch zu treffende Entscheidung* (= die getroffen werden muss) Das Attribut steht zwischen Artikel und Nomen und wird wie ein Adjektiv dekliniert.
- beschließen — to decide / pass (a measure)Das Parlament beschloss ein neues Konjunkturpaket.
- steigend — risingDie steigenden Zinsen belasten Kreditnehmer.
- wachsend — growingDie wachsende Ungleichheit sorgt für Debatten.
1. Wandeln Sie den Relativsatz in ein erweitertes Partizipialattribut um (Partizip II).
die Reform, die vom Ministerium geplant wurde
2. Relativsatz → Partizip I (aktivisch).
die Preise, die kontinuierlich steigen
3. Partizipialattribut → Relativsatz auflösen.
die von vielen kritisierte Entscheidung
4. Aktivisch (Partizip I) oder passivisch (Partizip II)?
- die verlagerte Produktion
- die wachsende Nachfrage
- die beschlossene Reform
- die steigenden Kosten
5. die stark gestiegen___ Mieten (Partizip als Attribut, Nominativ Plural)
Kommunikation: Im Meeting argumentieren
16 minIn einer Besprechung geht es darum, einen Vorschlag zu machen, Vor- und Nachteile abzuwägen und auf Einwände einzugehen, ohne den Gesprächspartner zu brüskieren.
Leiterin: Ich schlage vor, die Produktion teilweise zu automatisieren, um die Kosten zu senken.
Kollege: Das leuchtet ein, allerdings müssten wir die Folgen für die Belegschaft bedenken.
Leiterin: Ein berechtigter Einwand. Wir sollten Nutzen und soziale Kosten sorgfältig abwägen.
Kollege: Ließe sich der Übergang nicht sozialverträglich gestalten?
Leiterin: Genau darauf würde ich hinauswollen: Umschulung statt Kündigung.
Kollege: Diesem Ansatz kann ich mich anschließen.
Besprechung: Automatisierung
Tap to listen.
🎙 Machen Sie einen wirtschaftlichen Vorschlag (z. B. Homeoffice ausweiten) und wägen Sie einen Vorteil gegen einen Nachteil ab. Reagieren Sie anschließend auf einen möglichen Einwand.
- Ich würde vorschlagen, …
- Der Vorteil läge darin, dass … Andererseits besteht das Risiko, dass …
- Auf den Einwand, dass …, würde ich erwidern, dass …
- Insgesamt überwiegen aus meiner Sicht die Vorteile / die Risiken.
1. Bringen Sie die Besprechung in eine sinnvolle Reihenfolge.
Tap the tiles below…2. Ordnen Sie der Sprechabsicht das Redemittel zu.
- einen Vorschlag machen
- höflich einwenden
- einen Einwand anerkennen
- zustimmen
Hören: Konjunktur-Interview
15 minIn Wirtschaftsinterviews signalisiert der Sprecher durch Betonung und Pausen, was wichtig ist und wo er einschränkt („allerdings“, „gleichwohl“). Achten Sie darauf, ob eine Aussage sicher oder vorsichtig klingt.
Interview: Prognose
Tap to listen.
1. Wie ist die Aussage des Experten insgesamt einzuordnen?
2. Welche Haltung drückt die Sprecherin aus?
Hören
Tap to listen.
3. Das betonte „allerdings“ leitet eine Einschränkung der vorherigen Aussage ein.
4. Welche Funktion hat die Pause vor „bleibt die Lage fragil“?
Lesen: Automatisierung & Arbeit
16 minLesen Sie den Kommentar: „Die Sorge, Automatisierung vernichte Arbeitsplätze, ist so alt wie die Industrialisierung selbst — und ebenso hartnäckig. Historisch betrachtet hat der technische Fortschritt zwar bestimmte Tätigkeiten verdrängt, zugleich aber neue, oft höherwertige Beschäftigungsfelder geschaffen. Entscheidend ist daher weniger, ob Maschinen Arbeit übernehmen, als vielmehr, ob die Gesellschaft die Freigesetzten rechtzeitig qualifiziert. Ohne massive Investitionen in Bildung droht der Wandel jene zu treffen, die ohnehin am wenigsten geschützt sind.“
1. Der Autor hält den Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung für unvermeidlich und ausweglos.
2. Worin sieht der Autor den entscheidenden Faktor?
3. Geben Sie die Position des Autors mit eigenen Worten wieder und ergänzen Sie einen eigenen Gedanken (drei bis vier Sätze).
- Der Autor argumentiert, dass …
- Er betont dabei, dass … Meiner Meinung nach …
0 Wörter / 35Ich habe die Kernposition korrekt wiedergegeben. · Ich habe eine eigene Ergänzung formuliert. · Ich habe indirekte Rede oder Wiedergabeverben benutzt.
Üben: Wirtschaft analysieren
14 minGemischte Übung — Fachwortschatz, Abwägen, präzise Formulierung.
1. umgangssprachlich → sachlich-analytisch
Der Laden geht total den Bach runter.
2. Ordnen Sie Ursache und wahrscheinliche Folge zu.
- hohe Inflation
- Fachkräftemangel
- starke Nachfrage
- hohe Zinsen
3. Bilden Sie einen analytischen Satz.
Tap the tiles below…4. Welche Formulierung wägt am ausgewogensten ab?
Üben: Argumentieren & Abwägen
14 minWeitere gemischte Übung — Argumentation, Konnektoren, Diskurs.
1. Ordnen Sie die Sätze zu einer abwägenden Argumentation.
Tap the tiles below…2. Verbinden Sie beide Sätze konzessiv mit „obwohl“.
Die Umsätze stiegen. Der Gewinn blieb gleich.
3. Leitet der Konnektor ein Argument, einen Gegensatz oder eine Folge ein?
- hingegen
- da / weil
- folglich
- allerdings
4. „Der kurzfristige Vorteil ist mit langfristigen Risiken erkauft.“ — Was heißt das?
Üben: Partizipialattribute
14 minGrammatikfokus — Relativsätze ⇄ erweiterte Partizipialattribute.
1. Relativsatz → Partizipialattribut (Partizip II).
das Gesetz, das gestern verabschiedet wurde
2. Partizipialattribut → Relativsatz.
die rasant wachsende Branche
3. die von der EU beschlossen___ Verordnung (Attribut, Nominativ Singular fem.)
4. die noch zu treffend___ Entscheidung (zu + Partizip I, Nom. Sg. fem.)
5. Welche Bedeutung hat das Attribut?
- die steigende Nachfrage
- die gesenkten Kosten
- die zu senkenden Kosten
- die verabschiedete Reform
Test & Wiederholung
20 minAbschlusstest der Einheit 3 — kein neuer Stoff.
1. Welcher Satz analysiert am differenziertesten?
2. Relativsatz → erweitertes Partizipialattribut.
die Maßnahmen, die zur Kostensenkung ergriffen wurden
3. umgangssprachlich → wirtschaftssprachlich
Die Preise gehen gerade durch die Decke.
4. Ordnen Sie den Begriff der Ebene zu.
- hohe Nachfrage
- Fachkräftemangel
- steigende Löhne
- gebremstes Wachstum
5. Verfassen Sie einen kurzen Analyseabsatz zur Frage: „Schadet oder nützt der Fachkräftemangel der Wirtschaft?“ Wägen Sie ab und verwenden Sie mindestens ein erweitertes Partizipialattribut.
- Der zunehmende Fachkräftemangel stellt die Wirtschaft vor …
- Einerseits … Andererseits …
- Die von vielen Unternehmen ergriffenen Maßnahmen …
- Abwägend lässt sich festhalten, dass …
0 Wörter / 60Ich habe abgewogen (nicht nur eine Seite). · Ich habe mindestens ein Partizipialattribut verwendet. · Ich habe passenden Fachwortschatz benutzt. · Mein Text ist logisch mit Konnektoren verbunden.