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C1 · Unit 3
Wirtschaft & Arbeit
Wirtschaftliche Entwicklungen und Arbeitsmarkttrends analysieren, differenziert bewerten und Chancen gegen Risiken abwägen.
Erweiterte Partizipialattribute · 11 lessons · about 171 min
- 1. Wortschatz (Vocabulary)Wortschatz: Wirtschaft & Konjunktur14 min
- 2. Wortschatz (Vocabulary)Wortschatz: Arbeitswelt15 min
- 3. Wortschatz (Vocabulary)Wortschatz: Entwicklungen bewerten15 min
- 4. Grammatik (Grammar)Grammatik: Erweiterte Partizipialattribute18 min
- 5. Kommunikation (Communication)Kommunikation: Im Meeting argumentieren16 min
- 6. Hören (Listening)Hören: Konjunktur-Interview15 min
- 7. Lesen (Reading)Lesen: Automatisierung & Arbeit16 min
- 8. Übung (Practice)Üben: Wirtschaft analysieren14 min
- 9. Übung (Practice)Üben: Argumentieren & Abwägen14 min
- 10. Übung (Practice)Üben: Partizipialattribute14 min
- 11. Übung (Practice)Test & Wiederholung20 min
Everything in this unit — words, grammar and dialogues
Wortschatz · Wortschatz: Wirtschaft & Konjunktur
Wer über Wirtschaft spricht, unterscheidet Angebot und Nachfrage, Aufschwung und Rezession. Diese Begriffe bilden das Grundgerüst jeder wirtschaftlichen Argumentation.
- die Konjunktur — die allgemeine wirtschaftliche Lage und ihr Auf und Ab (economic climate / business cycle)Die Konjunktur hat sich im letzten Quartal deutlich abgekühlt.
- das Wachstum — die Zunahme der Wirtschaftsleistung in einem Zeitraum (growth)Ein Wachstum um zwei Prozent gilt als solide.
- die Rezession — eine Phase, in der die Wirtschaft über Monate zurückgeht (recession)Zwei negative Quartale gelten als technische Rezession.
- die Inflation — der Geldwert sinkt, weil alles teurer wird (inflation)Die hohe Inflation schmälert die Kaufkraft der Löhne.
- die Nachfrage — wie viel von einer Ware gekauft werden soll (demand)Bei sinkender Nachfrage geraten die Preise unter Druck.
- das Angebot — wie viel von einer Ware auf dem Markt zu haben ist (supply / offer)Ein knappes Angebot treibt die Preise nach oben.
- der Wettbewerb — der Kampf mehrerer Anbieter um dieselben Kunden (competition)Der Wettbewerb zwingt die Firmen zu Innovationen.
- der Umsatz — alles, was ein Betrieb einnimmt, bevor Kosten abgezogen sind (revenue / turnover)Der Umsatz stieg, der Gewinn blieb jedoch gleich.
- der Verbraucher — wer Waren kauft und benutzt, statt sie herzustellen (consumer)Die Verbraucher halten sich mit Ausgaben zurück.
- der Aufschwung — die Phase, in der es wirtschaftlich wieder bergauf geht (upturn)Auf den Abschwung folgte ein überraschender Aufschwung.
- ankurbeln — durch gezielte Maßnahmen in Gang bringen (to boost / stimulate)Der Staat versucht, die Wirtschaft anzukurbeln.
- schrumpfen — kleiner werden, an Umfang verlieren (to shrink)Der Markt für Printmedien schrumpft seit Jahren.
- stagnieren — stillstehen, weder zunehmen noch zurückgehen (to stagnate)Die Reallöhne stagnieren trotz Wachstums.
- sich erholen — nach einem Einbruch wieder zu Kräften kommen (to recover)Der Tourismus erholt sich nur langsam.
Wortschatz · Wortschatz: Arbeitswelt
Der Arbeitsmarkt hat sein eigenes Vokabular: Fachkräftemangel, Tarifverhandlung, Beschäftigung. Achten Sie auf feste Kollokationen wie Arbeitsplätze schaffen und Kosten senken.
- der Arbeitsmarkt — das Verhältnis von offenen Stellen und Suchenden (labour market)Der Arbeitsmarkt ist derzeit angespannt.
- die Fachkraft — wer eine Ausbildung oder ein Studium für seinen Beruf hat (skilled worker)Qualifizierte Fachkräfte sind schwer zu finden.
- der Fachkräftemangel — es fehlen qualifizierte Leute für die offenen Stellen (shortage of skilled workers)Der Fachkräftemangel bremst das Wachstum.
- die Selbstständigkeit — das Arbeiten auf eigene Rechnung, ohne Anstellung (self-employment)Der Schritt in die Selbstständigkeit will gut überlegt sein.
- die Beschäftigung — die Zahl der Menschen, die Arbeit haben (employment)Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor wächst.
- die Kündigung — die Erklärung, dass ein Arbeitsverhältnis endet (dismissal / termination)Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.
- die Tarifverhandlung — das Aushandeln der Löhne zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern (collective bargaining)Die Tarifverhandlungen sind vorerst gescheitert.
- Arbeitsplätze schaffen — neue Stellen entstehen lassen (to create jobs)Die Ansiedlung soll Hunderte Arbeitsplätze schaffen.
- Kosten senken — die Ausgaben eines Betriebs verringern (to cut costs)Um Kosten zu senken, wird die Produktion verlagert.
- Gewinn erzielen — am Ende mehr einnehmen als ausgeben (to make a profit)Das Start-up erzielte erstmals einen Gewinn.
- in Kraft treten — ab einem bestimmten Tag gültig werden (to come into effect)Das Gesetz tritt zum Jahreswechsel in Kraft.
- die Wettbewerbsfähigkeit — die Fähigkeit, am Markt gegen andere zu bestehen (competitiveness)Hohe Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit.
- verlagern — an einen anderen Ort verlegen (to relocate / shift)Der Konzern verlagert die Fertigung ins Ausland.
- rentabel — so, dass sich der Aufwand finanziell lohnt (profitable)Der Betrieb ist erst ab einer bestimmten Größe rentabel.
Wortschatz · Wortschatz: Entwicklungen bewerten
Wirtschaftliche Lagen werden mit präzisen Adjektiven beurteilt: nachhaltig vs. kurzfristig, rückläufig vs. steigend, prekär vs. sicher. Diese Nuancen sind für eine differenzierte Analyse entscheidend.
- nachhaltig — auf lange Sicht tragfähig, ohne die Grundlage zu verbrauchen (sustainable)Nur nachhaltiges Wachstum sichert langfristig Wohlstand.
- rückläufig — in den Zahlen nach unten gehend (declining)Die Zahl der Neugründungen ist rückläufig.
- lukrativ — so, dass viel Geld dabei zu verdienen ist (lucrative)Das Geschäft mit Daten ist äußerst lukrativ.
- prekär — unbeständig und ohne verlässliche Grundlage (precarious)Immer mehr Menschen arbeiten in prekären Verhältnissen.
- ausschlaggebend — am Ende den Unterschied machend (decisive)Ausschlaggebend war letztlich der Preis.
- die Kaufkraft — wie viel man sich von seinem Geld leisten kann (purchasing power)Die Kaufkraft der Haushalte ist gesunken.
- die Ungleichheit — der ungleiche Abstand zwischen Arm und Reich (inequality)Die soziale Ungleichheit nimmt weiter zu.
- der Wohlstand — ein hoher materieller Lebensstandard einer Gesellschaft (prosperity)Der Wohlstand ist ungleich verteilt.
- die Verschuldung — die Höhe der aufgenommenen Kredite (indebtedness)Die staatliche Verschuldung hat einen Höchststand erreicht.
- die Prognose — eine begründete Vorhersage für die nächste Zeit (forecast)Die Prognosen wurden nach unten korrigiert.
- die Effizienz — ein gutes Verhältnis von Aufwand und Ertrag (efficiency)Digitalisierung soll die Effizienz steigern.
- einbrechen — plötzlich und stark zurückgehen (to slump / collapse)Die Nachfrage brach über Nacht ein.
- abwägen — Vor- und Nachteile gegeneinander halten, bevor man entscheidet (to weigh up)Man muss Nutzen und Risiko sorgfältig abwägen.
- investieren — Geld einsetzen, um später mehr zurückzubekommen (to invest)Der Konzern investiert massiv in Automatisierung.
Grammatik · Grammatik: Erweiterte Partizipialattribute
Ein erweitertes Partizipialattribut presst einen ganzen Relativsatz vor das Nomen — typisch für Wirtschafts- und Fachtexte: - Relativsatz: die Maßnahme, die von der Regierung beschlossen wurde - Partizipialattribut (Partizip II, passivisch): die von der Regierung beschlossene Maßnahme - Partizip I (aktivisch, gleichzeitig): die stetig steigenden Preise (= die Preise, die stetig steigen) - „zu“ + Partizip I (Notwendigkeit/Möglichkeit): die noch zu treffende Entscheidung (= die getroffen werden muss) Das Attribut steht zwischen Artikel und Nomen und wird wie ein Adjektiv dekliniert.
- beschließen — nach einer Beratung endgültig festlegen (to decide / pass (a measure))Das Parlament beschloss ein neues Konjunkturpaket.
- steigend — in den Zahlen nach oben gehend (rising)Die steigenden Zinsen belasten Kreditnehmer.
- wachsend — von Mal zu Mal größer werdend (growing)Die wachsende Ungleichheit sorgt für Debatten.
Kommunikation · Kommunikation: Im Meeting argumentieren
In einer Besprechung geht es darum, einen Vorschlag zu machen, Vor- und Nachteile abzuwägen und auf Einwände einzugehen, ohne den Gesprächspartner zu brüskieren.
Leiterin: Ich schlage vor, die Produktion teilweise zu automatisieren, um die Kosten zu senken.
Kollege: Das leuchtet ein, allerdings müssten wir die Folgen für die Belegschaft bedenken.
Leiterin: Ein berechtigter Einwand. Wir sollten Nutzen und soziale Kosten sorgfältig abwägen.
Kollege: Ließe sich der Übergang nicht sozialverträglich gestalten?
Leiterin: Genau darauf würde ich hinauswollen: Umschulung statt Kündigung.
Kollege: Diesem Ansatz kann ich mich anschließen.
Hören · Hören: Konjunktur-Interview
In Wirtschaftsinterviews signalisiert der Sprecher durch Betonung und Pausen, was wichtig ist und wo er einschränkt („allerdings“, „gleichwohl“). Achten Sie darauf, ob eine Aussage sicher oder vorsichtig klingt.
Lesen · Lesen: Automatisierung & Arbeit
Lesen Sie den Kommentar: „Die Sorge, Automatisierung vernichte Arbeitsplätze, ist so alt wie die Industrialisierung selbst — und ebenso hartnäckig. Historisch betrachtet hat der technische Fortschritt zwar bestimmte Tätigkeiten verdrängt, zugleich aber neue, oft höherwertige Beschäftigungsfelder geschaffen. Entscheidend ist daher weniger, ob Maschinen Arbeit übernehmen, als vielmehr, ob die Gesellschaft die Freigesetzten rechtzeitig qualifiziert. Ohne massive Investitionen in Bildung droht der Wandel jene zu treffen, die ohnehin am wenigsten geschützt sind.“
Übung · Üben: Wirtschaft analysieren
Gemischte Übung — Fachwortschatz, Abwägen, präzise Formulierung.
Übung · Üben: Argumentieren & Abwägen
Weitere gemischte Übung — Argumentation, Konnektoren, Diskurs.
Übung · Üben: Partizipialattribute
Grammatikfokus — Relativsätze ⇄ erweiterte Partizipialattribute.
Übung · Test & Wiederholung
Abschlusstest der Einheit 3 — kein neuer Stoff.